Montag, 11. Februar 2008

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es interessiert mich alles irgendwie gar nicht, sage ich zu meiner mutter. sie guckt ratlos auf den laptopbildschirm, auszüge einer studie die "grande soy vanilla latte with cinnamon, no foam..." heißt, und sagt, sie wäre nicht gern an meiner stelle. ich wäre auch nicht gern an ihrer stelle, aber an meiner auch nicht. ich möchte nicht lesen, und ich möchte nicht schreiben. ich möchte nicht rumtheorisieren, - oder schon rumtheorisieren, aber für mich, sowie auch lesen und schreiben nur für mich, wen interessierts auch überhaupt, wenn es ja nicht mal mich, lesend, schreibend, theorisierend, interessiert. dass du dich heute nicht so gut fühlst liegt am wetter, glaubs mir, sagt meine mutter. aber an meinem hinterkopf wächst der schmerzende knubbel und heiße flashs jagen durch mein linkes bein, vielleicht bilde ich mir das nur ein, vermutlich bilde ich mir alles nur ein, wie ich mir auch die relevanz meiner mühsam formulierten sätze einbilde, oder mir eher einbilde sie mir einzubilden, weil ich sonst schon längst aufgegeben hätte. wie sinnlos dieses ganze unterfangen ist und wie entmutigend, so zukunftsmäßig. und das kann man jetzt auch nicht beschönigen! gestern habe ich noch gedacht, dass, wenn man sich so fühlt wie ich mich gerade fühle (was ich gestern aber noch nicht wusste, dass ich mich heute so fühlen würde), man am besten für eine halbe stunde auf den fernsehturm im westfalenpark fahren sollte, oder meinetwegen auch auf einen anderen hohen turm; türme, aussichten haben eine hypnotisch-runterkommende wirkung auf mich, bilde ich mir ein.

Dienstag, 5. Februar 2008

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i held my nose, i closed my eyes, i took a drink!

Samstag, 2. Februar 2008

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und das stinkt da vielleicht in der wohnung!
wonach denn?
nach scheiße, fisch und altem vogel.

Mittwoch, 23. Januar 2008

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meine küche ist siebeneckig.

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heute bin ich auch eine von denen die immer sagen, hach, berlin, da sind alle immer so gemütlich drauf und sitzen in cafés rum den ganzen tag, und berlin ist ja immer so schön slow und so. die stadt ist nach dem weihnachtswusel wie ausgeschüttelt, enthektisiert und gemütlich. auch ich bin enthektisiert und gemütlich und fahre vor lauter guter laune nach prenzlauer berg. dort sitze ich in netter gesellschaft mit kompliment in einem café das mich nicht nervt sondern im gegenteil super ist und empfinde nach monaten des abstoßes nicht nur milde sondern richtige zuneigung für diese stadt. ich treffe auf der straße sogar zweimal hintereinander zufällig ein befreundetes kind, das mir von seinen neuen schneidezähnen und dem 3. spiderwick-band berichtet und kann ihm im austausch auskunft über den aufenthaltsort seiner brüder geben. ich fühle mich beinahe dörflich und spaziere eine unbefahrene kopfsteinpflasterstraße von der breite des lütgendortmunder hellwegs entlang. in meinem euphorisierten überschwang kaufe ich drei hyazinthen und überlege, mir dieses jahr mal einen berlinale-film anzusehen.

Montag, 21. Januar 2008

der rest

in der staatsbibliotheks-lobby noch halb aus versehen in etwas unaussprechliches gefasst, das jemand anscheinend auf die armlehne meines ohnehin schon unappetitlichen sessels geniest hatte und dann gedacht, nä, jetzt geh ich aber echt! auf dem rückweg im strömenden regen an der unüberdachten bushaltestelle den kaputten schirm geschlossen in der hand gehalten, weil, jetzt ist es auch egal. den intensiven blicken der anderen wartenden aber nicht stand halten könnend den schirm dann doch aufgemacht, weil, wenn man schonmal einen schirm dabei hat. der schirm aber an mehreren stellen schon so gebrochen und völlig im arsch, sich im wind auch noch umstülpend, naja, verstehen die anderen wartenden wenigstens, warum ich ihn zuerst nicht öffnen wollte. jetzt, um entschlossenheit, stärke und ärger auf den schirm zu demonstrieren, den schirm ohne noch eine sekunde drüber nachzudenken in den nächsten mülleimer donnern, leider kein mülleimer in der nähe scheiße, hektisch, wütend und lächerlich mit halboffenem schirmwrack, um nicht völlig das gesicht zu verlieren, zum plus neben der haltestelle, um es im plus-mülleimer zu entsorgen, dabei die ganze zeit angst, deswegen jetzt den bus zu verpassen. weil der doofe bus aber nicht kam noch 50000 minuten im immer strömenderen regen völlig durchnässt (warum trage ich stoffturnschuhe , warum! es regnet doch schon seit tagen) gewartet, beim endlichen einfahren des busses mp3player kurz ausgemacht um die aufgebrachten beschwerden der wartenden und schon den kopf schüttelnden berliner an den busfahrer und die pampige entgegnung des busfahrers mit "ja dann lauft doch!"-attitüde nicht zu verpassen. umsonst, alle eher so "hm, viel los heute auf der straße, was"-mäßig drauf, berlin überrascht einen manchmal!
jetzt, wo der tag sowieso schon hin und unproduktiv verschwendet ist, eine cd hörend, die mein boyfriend immer hier in der küche rumliegen hat, und deren cover einen vielversprechend calmen eindruck macht, überlegen, was jetzt kommt, hörbuch hören und kochen vermutlich, oder einfach den champagner, den mir letztens jemand geschenkt hat und der in meinem kühlschrank liegt, alleine und auf einmal austrinken.

and my stabitag goes on and on and on and on

dieser typ hier mit dem affigen stirnband und der ansonsten auch furchtbar ironischen kleidung! können sich die leute nicht irgendwann wieder normal anziehen? jedenfalls macht der mich wahnsinnig und ich kann nicht anders als ihn abfällig anschauen und den großteil meines tagesunmuts an ihm auslassen. er fragt sich vermutlich. ne, wahrscheinlich eher nicht. ich verfolge den gleich mal und guck was der studiert. bestimmt kuwi. ne, wahrscheinlich eher nicht. es gibt aber auch ganz gute sachen heute hier:

die frau die hier immer ist und eine sehr gute frisur hat, so eine frisur will ich auch das nächste mal geschnitten bekommen. gut dass sie immer hier ist, weil ich mir so die frisur in einzelheiten einprägen kann.

schräg hinter mir sitzt eine frau, die zwar ein palituch aus modischen gründen trägt (glaub ich) und jetzt auch nicht besonders hübsch oder so ist, aber irgendwie grazil, und sich auf eine art in ihr medizinbuch vertieft, die mich rührt.

in ein kleines bücherregal gegenüber dem auskunftstresen ist, independent und praktisch, eine große bahnhofsmäßige wanduhr gestopft, an die seite, so dass die leute vom auskunftstresen da immer gucken können wie spät es ist, und alle anderen auch, so voll im persönlichen bei-mir-zu-hause-im-bücherregal-style, die glaube ich einzige stelle in der staatsbibliothek in der man sich kurz gemütlich fühlen könnte.

das essen das ich gleich esse und von dem ich bereits weiß dass es lecker ist, und danach gehe ich auch nach hause, hat wirklich keinen zweck heute, unverrichteter dinge, nur nochmal so einen abschnitt gelesen den ich letzte woche schon nicht verstanden habe und auf den ich mich heute aber auch nicht so richtig konzentrieren kann, weil immer dieser stirnbandtyp vorbeikommt und mich aggressiv macht.

ein seite-drei-einstieg

ein herz aus ausgespucktem kaugummi klebt auf dem teppichboden der staatsbibliothek. ich fühle mich zittrig und verschwitzt, eine mischung aus dem unerträglich plörrigen wetter und einem großen becher tee, mit dem ich anscheinend meine heutige körperliche koffeinakzeptanz überschritten habe, weiß man nie vorher. in der staatsbibliothek gibt es altmodischerweise keine internetanschlüsse an den sitzplätzen, sondern man muss zu so einem abgetrennten bereich gehen in dem computer mit internetanschluss stehen. die tastaturen dieser computer sind extra so beschaffen, dass es knallt und schnalzt die ganze zeit beim tippen und man also schnell genug bekommt vom e-mail-schreiben oder ähnlichem. ich heute nicht. die frau vom computer hinter mir, so eine independende, denkt die zumindest, stand gerade auf und guckte mich mit einen mischblick aus entgeisterung und missbilligung an, vermutlich weil sie findet, dass ich die von der bibliothek zur verfügung gestellten internetcomputer missbrauche. dabei gucke ich mir jetzt nichtmal die living-at-home-seite an oder so (manchmal steht eine schlange vor dem computerbereich und ich stell mir vor, dass ich, statt schnell zu machen damit die anderen nicht so lange da stehen und warten müssen, mir stundenlang so wohnzeitschriftsseiten anschaue, bis der bibliotheksaufseher kommt und sagt also so gehts auch nicht. mach ich aber nie). wieso bin ich hier überhaupt hingegangen, frage ich mich, eigentlich wollte ich zur tinnitussprechstunde der charité, da will ich seit wochen hin, aber ich schiebe es immer wieder auf aus angst vor der nervigen prozedur die das wohl mit sich bringen wird. autogenes training und "man muss lernen, das geräusch als körpereigen zu akzeptieren" und so. akupunktur. mein vater meinte letztens, das helfe am besten, so was bescheuertes. aus einem plötzlichen mut- und "warum nicht"-gefühl habe ich dann in sogar zwei akupunkturen eingewilligt, die wie erwartet ein ganz schreckliches erlebnis waren. beide male musste ich total heulen, das erste mal aus psychischer gereiztheit kombiniert mit der akupunktur-beruhigungs-musik, enya, die mich 20 minuten lang an das world-trade-center denken ließ, und das zweite mal weil es so irre weh tat. dazu kommt, dass mein vater, der mich akupunktierte, zwar zertifizierter akupunkteur, in meinen augen aber zum akupunktieren ungefähr so befähigt ist wie der inhaber von hansis grillstube gegenüber der praxis, was seine wahl der akupunktur-beruhigungs-musik schon ein bisschen erahnen lässt.

ich habe einen irren ohrwurm von don't stop believin' von journey, das ich seit einer woche jeden tag ungefähr 8 mal höre.

Dienstag, 8. Januar 2008

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ich weiß immer nie, soll man sich zwingen? oder warten bis die phase vorbei ist?

Freitag, 16. November 2007

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filme die ich hasse

herr der ringe (mit riesengroßem abstand vor den anderen filmen der furchtbarste film ever der ganzen welt)
any given sunday (es regnet die ganze zeit und es ist soooo langweilig)
der englische patient (insgesamt, aber insbesondere wegen dieser stelle mit der bekloppten kuhle am hals die der eine typ so toll findet und von der niemand weiß wie sie heißt)
matrix (wegen allem, vor allem aber wegen dieser scheiß ledermäntel)
the terminal (zufällig imflugzeug geguckt und meine güte! filme mit tom hanks kann ich generell nicht ertragen)
marseille (wird dieser wunderschönen stadt überhaupt nicht gerecht und ist super psychogestört)

da gibt es noch ungefähr tausend mehr, aber das sind so die schlimmsten.

Donnerstag, 15. November 2007

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being attractive is the most important thing there is. if you wanna catch the biggest fish in your pond, you have to be as attractive as possible! make sure to keep your hair spotless and clean. wash it at least every two weeks, once every two weeks, and if you see johnny football hero in the hall, tell him he played a great game! tell him you like his article in the newspaper!

tschüss

igel-, murmeltier- und fledermausmäßig möchte ich auch gerne so 3, 4 monate winterschlaf halten. ich würde es jetzt nicht total übertreiben und wie die fledermaus nur einmal pro stunde atmen, wäre allerdings auf wenig konversation bedacht und würde in dieser zeit überhaupt gar nicht die wohnung verlassen. ich würde mich absolut kein einziges bisschen langweilen sondern endlich mal meine ruhe haben, ab und zu eine flasche wein trinken, alle neuen folgen von dexter und weeds gucken, lesen und vielleicht sogar meine magisterarbeit zu ende schreiben. ich würde mich den ganzen winter lang nicht erkälten, denn bei wem sollte ich mich schon anstecken, und kalt würde mir ja auch nicht. einmal in der woche würde alles was ich so brauche in einer brodowin-kiste zu mir in den vierten stock geliefert. ich würde an weihnachten eine kurze ausnahme machen weil ich fast nichts so sehr liebe wie weihnachten, und silvester ginge ich wohl auch mal kurz auf den balkon. aber sonst... könnte man erst ab märz wieder mit mir rechnen. oh gott, jetzt gibt es kein zurück mehr. jetzt habe ich mich da schon voll reingesteigert.

Mittwoch, 14. November 2007

institutskolloquium

zur konzeptionalisierung, das erinnern, kollektives gedächtnis, habitus, schlechte luft. und am ende klopft man. was für ein überhebliches wohlwollen in diesem klopfen liegt! wir sind akademiker. wir klatschen nicht, wir klopfen. ich klopfe auch, was soll ich anderes machen - klatschen? ich bin doch nicht im theater (yet to discuss). manches finde ich interessant und lege beim zuhören den kopf affig schief. aber um mich konzentrieren zu können brauche ich irgendwie dieses ziehen in den halsseiten.

Freitag, 26. Oktober 2007

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im arbeitstoiletten-kabäuschen/-abteil/-dingens liegt vor dem klo ein stück trockener käse, so gouda. man fragt sich.
bürofensterblick, das dach vom park inn, zwei immer noch grüne pappeln, ein gelber kran der hin und her schwenkt, anfangs hat mich das immer erschrocken, eine häuserwand auf der in gelb steht milk and honey taken far far away und in rot milch und honig weit weit weggebracht, irgendein gedicht.
meine anziehsachen (das zutrinken, das aua) riechen nach muff und gebratenen hühnermägen: der psychodruck meiner vermieterin. ich muss doch fast alles zahlen. das mülltonnenparadies, den behämmerten grillplatz, nie verlangte errichtungen. ich kann nicht alleine zu diesem morgentermin mit ihr, b muss mitkommen, ich möchte am liebsten gar nicht gehen, aber ich muss. ihr kandelaberüberladenes wohnzimmer mit ziseliertem glitzerzeug, rauchschwaden und hühnermägengeruch überzieht mich mit einer lähmung, das ist ihr psychodruck, nach 3 sekunden hat er mich in seiner eisernen klaue, wenn nicht mit worten, dann mit atmosphäre, ich kann mich nicht einmal mehr winden, unfähig, schlaff, zum glück ist b da und regelt alles, ich kann nicht, ich muss raus, mir wird übel, die hühnermägen, ich bin höflich, ich kann nicht anders, ich erkundige mich vor der tür - raus, raus, frische luft, bitte, lass mich gehen, hexe - nach dem befinden ihres sohnes.

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